77-Jähriger kracht mit Geländewagen gegen Supermarkt

Ein 77-Jähriger ist in Wemding aus unbekannten Gründen voll auf das Gaspedal seines Geländewagens getreten. Dramatische Szenen spielten sich ab.

Es ist Montagmittag, im Netto-Markt in Wemding herrscht reger Betrieb, der Parkplatz ist gut gefüllt. Plötzlich heult ein Motor auf, ein Geländewagen rauscht unkontrolliert über den Asphalt und kracht mit einem großen Knall gegen das Gebäude – wenige Meter vom Backwarenverkauf entfernt und direkt an einem Nebeneingang. Diese dramatischen Szenen spielten sich gestern in Wemding ab. Durch großes Glück gab es bei dem Unfall „nur“ einen Verletzten und es entstand hoher, noch nicht genau bezifferbarer Sachschaden.

Verursacher war ein 77-Jähriger. Der stieg kurz vor 13 Uhr in sein Auto, rangierte rückwärts aus einer Parklücke und wollte vorwärts wegfahren. Dabei ging etwas schief, so die Polizei. Der Mann, der eine Beinprothese trug, sei an dem Wagen mit Automatikschaltung entweder aus Versehen vom Brems- auf das Gaspedal gerutscht oder habe die beiden Pedale miteinander verwechselt.

Aus noch nicht genau bekannten Gründen trat der Rentner dabei so stark auf das Gaspedal, dass das Auto rund 30 Meter weit auf das Gebäude zuraste und mit großer Wucht gegen die Fassade prallte. Glücklicherweise sei dem Geländewagen in diesem Moment kein Passant in die Quere gekommen, so ein Vertreter der Polizeiinspektion Donauwörth. Das Auto streifte lediglich ein anderes geparktes Fahrzeug.

Die Front des Geländewagens wurde komplett zerstört. An dem hochwertigen Pkw, der nach vorsichtigen Schätzungen noch gut 20.000 Euro wert gewesen sein dürfte, entstand wohl ein Totalschaden. Auch an dem anderen Auto dürfte der Sachschaden bei einigen tausend Euro liegen.

Der 77-Jährige erlitt nach ersten Erkenntnissen Schnittwunden und Prellungen. Da es in einem Notruf hieß, eine Person wäre eingeklemmt, rückte auch die Freiwillige Feuerwehr Wemding an. Die konnte den Mann aus dem Auto holen, ohne technisches Gerät einsetzen zu müssen. Das Rote Kreuz brachte den Senior ins Krankenhaus. In die Fassade wurde regelrecht ein Loch gerissen. Bemerkenswert: Das Geschäft wurde erst vor zwei Wochen wieder in Betrieb genommen, nachdem es vor genau zwei Jahren komplett niedergebrannt war.

(Bericht und Bilder: Donauwörther Zeitung)

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