Neuer Chef der 169 Feuerwehren

Rudolf Mieling setzt sich bei der Wahl in Wemding gegen Daniel Gottwald durch.
Der neue Kreisbrandrat tritt die Meyr-Nachfolge am 8. April an

Am Ende war es eine klare Angelegenheit. Der wichtigste Punkt der Dienstversammlung aller Landkreis-Feuerwehren am Samstag in der Wemdinger Stadthalle war die Neuwahl des Kreisbrandrates. Nachfolger des nach 24 Jahren aus dem Amt scheidenden Bernhard Meyr wird Rudolf Mieling. Dieser gewann die Abstimmung gegen Daniel Gottwald mit 141:21 Stimmen.
In seiner Begrüßung appellierte Meyr an alle Bürgermeister und Mandatsträger, den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst auch in Zukunft zu unterstützen: “Wir sind weiterhin bereit, den in Not geratenen Mitbürgern uneigennützig zu helfen.” Dafür benötige man aber auch eine entsprechende technische Ausrüstung. In elf Feuerwehren des Landkreises habe es im vergangenen Jahr auf der Position des Kommandanten einen Generationswechsel gegeben. Den “jungen, dynamischen Männern”, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, dankte der Kreisbrandrat.
Die Neuwahl seines Nachfolgers war nur ein Punkt der gut dreistündigen Versammlung. Doch war gerade dieser Teil mit Spannung erwartet worden. Kreisbrandinspektor Mieling und Kreisjugendwart Gottwald stellten sich den Kameraden noch einmal vor und warben um die entsprechenden Stimmen. Landrat Stefan Rößle sowie Simon Srownal, Sachbearbeiter Brandschutz und Feuerwehr am Landratsamt, leiteten die Wahl.
Von den 169 Freiwilligen, Betriebs- sowie Werksfeuerwehren waren 163 stimmberechtigte Vertreter in Wemding anwesend. Srownal verkündete das Ergebnis. Bei einem ungültigen Wahlzettel votierten 141 Feuerwehrler für Mieling, lediglich 21 für Gottwald. Meyr gratulierte seinem Nachfolger und übergab ihm als Zeichen des baldigen Amtswechsels bereits den Helm des Kreisbrandrats.
Zudem bot er Mieling an, ihn in seine neue Funktion (“insbesondere in den umfangreichen Schriftverkehr”) einzuarbeiten. Der 53-jährige Kaisheimer übernimmt das Amt am Montag, 8. April, und wurde für sechs Jahre als “Chef” der Landkreis-Feuerwehren gewählt.
In einer kurzen Rede bedankte sich Mieling für das entgegengebrachte Vertrauen. “Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit”, sagte er an die Adresse der anwesenden Kommandanten und deren Stellvertreter.
Die Position sei für ihn eine Herausforderung, er wolle “ein Kreisbrandrat für alle sein” – von der Dorffeuerwehr bis zur Stützpunkteinheit. Als Ziele für seine Amtszeit nannte Mieling die Einführung des Digitalfunks (“eine Mammutaufgabe”), die weitere Stärkung der Jugendarbeit, den Umgang mit dem demografischen Wandel sowie eine Optimierung der Ausbildung und Ausrüstung.

Kreisbrandrat Bernhard Meyr (rechts) überreicht seinem gewählten Nachfolger Rudolf Mieling den Helm für das Amt

In seinem Grußwort bedankte sich Wemdings Bürgermeister Martin Drexler bei Meyr. “Er war mehr als ein Kreisbrandrat. Er ist ein Bürger, der viel für seine Heimatstadt getan hat.” Für ihn persönlich sei Meyr stets ein verlässlicher Partner gewesen.
Landtags-Fraktionschef Georg Schmid lobte indes alle Feuerwehrler: “Ihr seid die stärkste Gemeinschaft, die es gibt. Darauf dürft ihr stolz sein.” Meyr habe sich um den Freistaat verdient gemacht. Auch Landrat Rößle fand lobende Worte und verkündete zudem, dass sich eine Projektgruppe im Landratsamt um die Umsetzung des BOS-Funks kümmere.

Bernhard Meyr (Wemding) war seit 1989 Kreisbrandrat für den Landkreis Donau-Ries. Sein Nachfolger Rudolf Mieling (Kaisheim) wird das Amt am Montag, 8. April, übernehmen. Eine festliche Verabschiedung für Meyr ist am Samstag, 4. Mai, in Harburg geplant.
Der Kreisbrandrat ist Leiter der Kreisbrandinspektion. Zu den Aufgaben des Rates und der Inspektion gehören: Einheitliche Ausbildung gewährleisten, Beratung von Feuerwehren und Behörden, Erstellung von Alarmplänen, Kooperation mit anderen Organisationen und Hilfsdiensten.
Rudolf Mieling ist 53 Jahre alt, wohnt in Kaisheim, verheiratet (zwei Kinder). Seit 2002 fungiert er als Kreisbrandinspektor für den Bereich Jura, zuvor führte er zehn Jahre als Kommandant seine Kaisheimer Heimatwehr.

Der neu gewählte Kreisbrandrat Rudolf Mieling, umrahmt von seinem Vorgänger Bernhard Meyr (links) und Landrat Stefan Rößle

(Bilder und Bericht – Donauwörther Zeitung)

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